Übersicht der projektbezogenen Veröffentlichungen

Während der Projektlaufzeit konnten bereits einige Zwischenergebnisse veröffentlicht werden, die wir Ihnen sehr gerne nachfolgend präsentieren.

Akzeptanz eines automatisierten Shuttles in einer Kleinstadt Analyse anhand einer Trendstudie und Fahrgastbefragung

Zusammenfassung: Die durchgeführte Trendstudie und Befragung der Fahrgäste untersucht die Akzeptanz des automatisierten Shuttles im Laufe seiner Einführung in der Kleinstadt Lauenburg/Elbe. Dabei werden Einstellungsunterschiede der Befragten mit und ohne Testfahrt untersucht. Um Einflussfaktoren auf eine annehmende oder ablehnende Haltung zu identifizieren, werden die Akzeptanzaspekte des fahrerlosen Shuttles sowie der Zukunftsperspektive und Nutzungsbereitschaft differenziert. Insgesamt wird die Fahrt mit dem Shuttle positiv wahrgenommen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier im Journal für Mobilität und Verkehr.

 

Akzeptanz von automatisierten Kleinbussen im ÖPNV in Lauenburg (Elbe) bei Einwohnern und Fahrpersonal

Zusammenfassung: Die Automatisierung und Vernetzung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verspricht nachfrageorientierte, bedarfsgerechte und zugängliche Angebote und somit eine attraktivere öffentliche Mobilität für große Bevölkerungsgruppen. Mit fortschreitender Entwicklung der Automatisierungsstufen beginnen immer mehr Pilotprojekte mit dem Testbetrieb automatisierter Kleinbusse im privaten sowie öffentlichen Raum.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier in der Verkehr und Technik

 

Automatisierte, experimentelle Untersuchung der Voraussetzungen für den robusten Betrieb eines autonomen Kleinbusses im ÖPNV am Beispiel des Projektes TaBuLa in Lauenburg (Elbe)

Zusammenfassung: Der Einsatz elektrifizierter und autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verspricht eine Reihe von Vorteilen, wie z. B. die Verbesserung der Energieeffizienz, die Erhöhung der Sicherheit sowie die Reduzierung der Kosten. Autonome Kleinbusse bieten zudem das Potenzial, ländliche Gebiete, in denen ein komfortabler, dicht getakteter ÖPNV nicht darstellbar ist, individualisiert und dynamisch nach Bedarf zu versorgen. Sie bilden damit einen Schlüssel zur Angleichung des Mobilitätsangebots zwischen hochverdichteten Städten mit dichter Mobilitätsversorgung und ländlichen Regionen ohne ein geeignetes Nahverkehrsangebot. Autonome Kleinbusse im ÖPNV wurden bereits in über 50 Projekten weltweit auf unterschiedlichen Strecken erprobt. Eine Voraussetzung für einen späteren Linienbetrieb autonomer Fahrzeuge im ÖPNV ist ihr zuverlässiger und dauerhaft störungsfreier Betrieb. Ein Fahrzeug soll zu jeder Jahres- und Tageszeit unter allen auftretenden Umgebungsbedingungen die vorgesehene Route pünktlich abfahren können. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden über einen Zeitraum von fünf Monaten systematisch Stopps des Fahrzeugs – automatisiert, in Abhängigkeit von Ort und Zeitpunkt – gesammelt, analysiert und die Ursachen ermittelt. Ungeplante Hindernisse in der vorgegebenen Fahrspur, der sogenannten „virtuellen Schiene“, waren eine Hauptursache für ungeplante Stopps beim Betrieb des Fahrzeugs. Darüber hinaus waren die Stabilität der Mobilfunkverbindung – insbesondere beim Wechsel zwischen Übertragungsarten – sowie der sichere und ungestörte Empfang einer ausreichenden Zahl von GNSS-Satelliten von großer Bedeutung.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier in der Verkehr und Technik

Genehmigungsprozesse beim Einsatz von automatisierten Shuttle-Bussen im ÖPNV am Beispiel des Projektes TaBuLa in Lauenburg/Elbe

Zusammenfassung: Beim Projekt TaBuLa wurden die Akzeptanz und die Einsatzmöglichkeiten automatisierter Busse im ÖPNV unter realen Bedingungen mit Fahrgästen und im Mischverkehr mit anderen Verkehrsteilnehmenden untersucht. Dazu wurden automatisierte Kleinbusse in der technisch höchst anspruchsvollen Testumgebung der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Lauenburg/Elbe betrieben. Für die Umsetzung sind sowohl rechtliche Vorschriften einschlägig, die für Kraftfahrzeuge im Allgemeinen gelten, als auch speziell für automatisierte Fahrzeuge festgelegte Vorschriften. Eine Besonderheit ergibt sich aus den erforderlichen Genehmigungsprozessen, denn für automatisierte Shuttle-Busse kommt derzeit eine Allgemeine Betriebserlaubnis wie bei serienmäßig homologierten Fahrzeugen nicht in Frage. Die Fahrzeuggenehmigung wird als Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge nach § 21 StVZO i. V. m. einer Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO erteilt. Aufgrund des Fehlens einer standardisierten Verwaltungspraxis besteht ein Interesse an der Darstellung der erforderlichen Schritte für die bereits umgesetzten Anwendungsfälle. In dem vorliegenden Working Paper werden die Schritte im Zulassungsverfahren für das Fahrzeug im Projekt TaBuLa beschrieben: Technisches Gutachten, Einzelbetriebserlaubnis/Ausnahmegenehmigung und Zulassungserteilung. Außerdem wird auf das Fahrerlaubnisrecht, die Genehmigungen nach PBefG und BOKraft, Prozesse rund um infrastrukturelle Maßnahmen sowie den Einbezug von BürgerInnen und anderen AkteurInnen eingegangen. Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht aus der Verfahrenslage in den Jahren 2019/2020, der einen Einzelfall beschreibt. Da es im Projektzeitraum zu keinerlei Sach- oder Personenschäden mit Dritten gekommen ist, kann geschlussfolgert werden, dass die Genehmigungsverfahren und -auflagen zu einem sicheren automatisierten Fahrgastbetrieb beigetragen haben. Diese Dokumentation verfolgt das Ziel, als Lessons Learned für ähnliche Vorhaben zu dienen und zur Diskussion der Prozesse und Anforderungen anzuregen. Eine zentrale Erkenntnis besteht darin, dass die konstruktive Mitwirkung der öffentlichen Verwaltung sowie das Engagement aller Projektbeteiligten stark für den Erfolg des Projektes ausschlaggebend sind. Es hat sich zudem ein dringender Regelungsbedarf beim Straßenverkehrsrecht, Zulassungsrecht, Personenbeförderungsrecht und bei Versicherungen gezeigt. Unabdingbar ist die Schaffung standardisierter Verfahren bei der Zulassung von automatisierten Fahrzeugen und die Weiterentwicklung der Technologie. Aufgrund der Rechtslage und der technologischen Reife der Fahrzeugsysteme sind die Möglichkeiten, einen regulären Linienbetrieb mit automatisierten Shuttle­­-Fahrzeugen durchzuführen, aktuell noch sehr beschränkt.

Das vollständige Workingpaper finden Sie hier.